Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hat Einfluss auf das gesamte Wohlbefinden und auf die Leistungsfähigkeit des Körpers. Auch das Immunsystem profitiert von einer guten Nährstoffversorgung, weil es den Körper dabei unterstützt, sich optimal und erfolgreich gegen Krankheitserreger zur Wehr zu setzen. Nicht umsonst empfehlen die Österreichische sowie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, täglich mindestens drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst zu essen.

Zwar findet sich heute in den Supermärkten auch im tiefsten Winter noch eine breite Auswahl an Früchten und Gemüse, doch sie stammen meist aus fernen Ländern und haben einen sehr langen Transportweg hinter sich. Um die lange Zeit zu überstehen, werden sie oft unreif geerntet und müssen auf ihrer Reise künstlich reifen. Deshalb und aufgrund der langen Lagerzeit enthalten sie nicht mehr alle gesunden Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Vitamine in der ansonsten enthaltenen Höhe.

Mit bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen können Sie ihre Abwehr ganz gezielt unterstützen. An einem starken Immunsystem ist eine Vielzahl an Nährstoffen – Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente – beteiligt. Doch kein Nährstoff allein sorgt für ein starkes Immunsystem. Im Gegenteil: Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente benötigen einander oftmals gegenseitig, um im Körper gut verarbeitet zu werden (bekanntes Beispiel ist Vitamin C, das die Aufnahme von Eisen unterstützt). Je besser die Zellen mit Mikronährstoffen, also mit allen wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen sowie bioaktiven Pflanzenstoffen versorgt sind, desto besser sind auch die Voraussetzungen für einen gesunden Organismus und ein starkes Immunsystem.

In Zeiten immunologischer Belastung ist unser Immunsystem auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen angewiesen. Es sollten daher alle benötigten Substanzen stets bedarfsgerecht vorhanden sein, um die Abwehrkraft des Immunsystems zu erhalten. Es kommt allerdings nicht nur auf die ausreichende Menge an Mikronährstoffen an, sondern auch auf die richtige Kombination der Vitalstoffe. Denn erst durch eine optimale Zusammenstellung können Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe synergistisch wirken, das heißt einander gegenseitig verstärken und ergänzen. Dadurch kann auch die Bioverfügbarkeit der Mikronährstoffe erhöht werden.

Immunabwehr stärken

Lebensmittel, die besonders viele gesunde Inhaltsstoffe enthalten und die Immunabwehr daher stärken können, sind beispielsweise:

  • Brokkoli ist besonders reich an Vitaminen. Der Inhaltstoff Sulforaphan ist für die positive Wirkung verantwortlich und unterstützt den Organismus bei Arthritis, Gastritis und Krebs. Das Gemüse ist außerdem eine wertvolle Kalziumquelle und liefert wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Folsäure. Achten Sie nur darauf, dass Sie das Gemüse nicht zu heiß kochen, da sonst wichtige Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen. Ideal ist ein Dampfgarer, der Gemüse in nur 2 Minuten schonend gart.
  • Grünkohl zählt wohl zu den nährstoffreichsten Gemüsesorten überhaupt. Er enthält eine beachtliche Menge an Vitamin B, C, E und Folsäure sowie Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium. Kohlgemüse ist zudem reich an sekundären Pflanzenstoffen. Diese werden vom Immunsystem benötigt, um uns gegen Bakterien zu schützen. Außerdem werden freie Radikale durch die antioxidative Wirkung reduziert.
  • Nüsse enthalten reichlich Vitamin E und sind ein guter Lieferant für ungesättigte Fettsäuren, Eiweiß, komplexe Kohlenhydrate und wertvolle Ballaststoffe. Vor allem die Mandel zählt zu den gesündesten Nüssen, da sie den Cholesterinspiegel senkt und für ein gesundes Darmmilieu sorgt.
  • Zitronen enthalten eine große Menge an Vitamin C. Unter anderem wird dieses Vitamin auch vom Immunsystem benötigt, um grippale Infekte zu bekämpfen. Vitamin C fängt auch freie Radikale ab und sorgt für einen besseren Zellschutz im Körper. Frischer Zitronensaft sorgt für ein basisches Milieu im Körper und macht daher unempfänglicher für Viren und Bakterien.
  • Hochwertige pflanzliche Öle in den Ernährungsplan zu integrieren ergibt absolut Sinn. Distelöl, Sonnenblumenöl und allen voran Rapsöl. Sie liefern Vitamin E. Durch die antioxidative Wirkung werden freie Radikale unschädlich gemacht. Das schützt die Zellen.
  • Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Gegenspieler zu den heute in der Ernährung dominierenden tierischen Fetten. Während die in den tierischen Fetten überwiegenden gesättigten Fette die Bildung von Entzündungsbotenstoffen stimulieren, hemmen Omega-3-Fettsäuren diesen Stoffwechselprozess und helfen das Immunsystem zu entlasten. Bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem wird oft ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren gemessen.
  • Sanddorn enthält sogar 10-mal mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte! Vitamin B, E und A sind ebenfalls reichlich im Sanddorn enthalten. Als Form der Verabreichung ist Sanddorn-Gelee mit griechischem Joghurt und Honig sehr gut geeignet und bekömmlich.
  • Karotten enthalten viel Beta-Carotin, das vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden kann. Sie wirken antioxidativ und tragen zum Schutz von Zellen unseres Körpers vor freien Radikalen bei. Das macht sie besonders im Winter zu einer wichtigen Vitaminquelle. Damit das Vitamin A gut aufgenommen werden kann, sollte in der Mahlzeit auch ein wenig Fett enthalten sein.